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  <description><![CDATA[Da, wo Maria herkommt, haben die meisten Männer eine Metallplakette um den Hals gehängt. Darauf steht ihr Name, Ort und Datum der Geburt, sowie eine kleine persönliche Notiz. Die brauchen die Männer im biterarmen Süden von Italien, um identifiziert werden zu können, wenn sie in Afghanistan auf eine Sprengmine gefahren sind oder bei einem anderen Einsatz ums Leben können. Da, wo Maria herkommt, haben die Männer nur die Chance, zum organisierten Verbrechen oder zum Militär zu gehen. So wie Gaetano, der in den Krieg zog, um die Hochzeit und die Hypothek für ein Haus bezahlen zu können. Jetzt ist Gaetano tot. Und Maria hat ihr nie getragenes Hochzeitskleid gegen das Schwarz der Trauer und der Verzweiflung eingetauscht. <p>Zwei kurze Geschichten (Erzählungen? Reportagen?) versammelt <em>Das Gegenteil von Tod</em>: die von Maria und die vom Ring, dem man einem Mädchen im Land der Mafia überziehen muss, damit die Männer sie nicht als Freiwild erachten. Da mag es böse Zungen geben, die Roberto Saviano vorwerfen könnten, er habe nach dem großen Erfolg seines Bestsellers <em>Gomorrha</em> schnell noch einmal etwas nachlegen wollen über sein zentrales Thema und deshalb diesen – schmalen, in großer Schrift gesetzten – Band auf den Markt gebracht. Damit aber täte man dem Buch <em>Das Gegenteil von Tod</em> bitter Unrecht. Denn die beiden Geschichten sind derart eindringlich und von fast poetischer Kraft, das man es gleich wieder von vorne lesen will.</p> <p>„Das Gegenteil von Tod“ – das ist, dem Motto des Buches nach, eine Zeile aus einem Lied des Sängers Sergio Bruni. Dort ist das Gegenteil von Tod die Liebe. Bei Saviano ist das Gegenteil von Tod allerdings vielerlei. Es ist die Hoffnungslosigkeit, die Trauer, die Wut und die Verzweiflung. Eigentlich aber ist das Gegenteil von Tod das Warten auf das Sterben. Schöner und schrecklicher als Saviano kann man diese Ausweglosigkeit vom Süden Italiens wohl kaum beschreiben. <em>- Stefan Kellerer</em></p>]]></description>
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    <body><![CDATA[Je viens de finir Le Contraire de la Mort de Roberto Saviano (Robert Laffont, 2009), emprunté à la Médiathèque de Cesson. Il s'agit de deux nouvelles, &quot;Le Contraire de la Mort&quot; et &quot;La Bague&quot;. La première retrace le destin d'une jeune fille dont le fiancé vient de mourir en ...<a href="http://www.goodreads.com/review/show/70648765">more...</a>]]></body>
    
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    <![CDATA[Da, wo Maria herkommt, haben die meisten Männer eine Metallplakette um den Hals gehängt. Darauf steht ihr Name, Ort und Datum der Geburt, sowie eine kleine persönliche Notiz. Die brauchen die Männer im biterarmen Süden von Italien, um identifiziert werden zu können, wenn sie in Afghanistan auf eine Sprengmine gefahren sind oder bei einem anderen Einsatz ums Leben können. Da, wo Maria herkommt, haben die Männer nur die Chance, zum organisierten Verbrechen oder zum Militär zu gehen. So wie Gaetano, der in den Krieg zog, um die Hochzeit und die Hypothek für ein Haus bezahlen zu können. Jetzt ist Gaetano tot. Und Maria hat ihr nie getragenes Hochzeitskleid gegen das Schwarz der Trauer und der Verzweiflung eingetauscht. <p>Zwei kurze Geschichten (Erzählungen? Reportagen?) versammelt <em>Das Gegenteil von Tod</em>: die von Maria und die vom Ring, dem man einem Mädchen im Land der Mafia überziehen muss, damit die Männer sie nicht als Freiwild erachten. Da mag es böse Zungen geben, die Roberto Saviano vorwerfen könnten, er habe nach dem großen Erfolg seines Bestsellers <em>Gomorrha</em> schnell noch einmal etwas nachlegen wollen über sein zentrales Thema und deshalb diesen – schmalen, in großer Schrift gesetzten – Band auf den Markt gebracht. Damit aber täte man dem Buch <em>Das Gegenteil von Tod</em> bitter Unrecht. Denn die beiden Geschichten sind derart eindringlich und von fast poetischer Kraft, das man es gleich wieder von vorne lesen will.</p> <p>„Das Gegenteil von Tod“ – das ist, dem Motto des Buches nach, eine Zeile aus einem Lied des Sängers Sergio Bruni. Dort ist das Gegenteil von Tod die Liebe. Bei Saviano ist das Gegenteil von Tod allerdings vielerlei. Es ist die Hoffnungslosigkeit, die Trauer, die Wut und die Verzweiflung. Eigentlich aber ist das Gegenteil von Tod das Warten auf das Sterben. Schöner und schrecklicher als Saviano kann man diese Ausweglosigkeit vom Süden Italiens wohl kaum beschreiben. <em>- Stefan Kellerer</em></p>]]>
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