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  <description><![CDATA[ Wenn einem relativ unbekannten, vietnamesischen Autor nach einem seiner ersten Werke schon prophezeit wird, dass er der Reiseliteratur-Ikone Bruce Chatwin den Rang ablaufen könnte, sollte man hellhörig werden -- und sich den Namen am besten einprägen: Andrew X. Pham heißt der begabte Schriftsteller, dem mit <em>Mond über den Reisfeldern</em> eine höchst beachtenswerte Mischung aus Reisebericht und Familiensaga gelungen ist.<p>  Familiensaga deswegen, weil Pham in seinem kurzen Leben schon einiges miterlebte -- angefangen von der Flucht in den Westen bis hin zum Selbstmord der Schwester -- und diese Erfahrungen auch immer wieder einfließen lässt. Reisebericht deswegen, weil er, der gebürtige Vietnamese, sein Land erst nach zwei Jahrzehnten USA-Daseins wieder entdeckt -- und zwar aus der Sicht eines Reisenden. Diese Sichtweise revidiert sich jedoch zunehmend, da Pham immer mehr bewusst wird, wie sehr er durch die alte Heimat geprägt ist.<p>  Der äußeren Abenteuerreise entspricht das innere Erfahren jenes Landes, das beglückende Kindheitserinnerungen in ihm wach ruft, auch wenn dieses Glück wie ein &quot;ungeschütztes Leuchtfeuer&quot; war. Doch zwischen dem Melonenkernspucken der Kinderjahre und den glänzenden Kirschlippen einer jungen Prostituierten, die Pham wie eine rote Wunde in neonleuchtender Nacht erscheint, liegen Welten. Wie auch zwischen der westlichen und der südostasiatischen, die sich zwar oft widersprechen, in denen beiden er aber zu Hause ist.<p>  Dieser Erfahrungsbericht ist keine frustrierte Klageschrift -- im Gegenteil. Auf ironische, sensible und an vielen Stellen auch humorvolle Art und Weise nimmt Pham den Leser mit auf seine Reise, die letztendlich zu sich selbst führt. <em>--Patricia Faber</em></p></p></p>]]></description>
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