<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<GoodreadsResponse>
	<Request>
		<authentication>false</authentication>
		    <method><![CDATA[]]></method>
	</Request>
	
<book>
  <id>1031437</id>
  <title><![CDATA[Woyzeck]]></title>
  <isbn><![CDATA[0413388204]]></isbn>
  <isbn13><![CDATA[9780413388209]]></isbn13>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1180367991m/1031437.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1180367991s/1031437.jpg</small_image_url>
  <description><![CDATA[Sacrificed to powers larger than himself, Woyzeck is one of drama's first anti-heroes. He serves a German captain and makes money by allowing a doctor to experiment on him, but his deeper morality leads him to a tragic end.]]></description>
  <work>
  <best_book_id type="integer">571938</best_book_id>
  <books_count type="integer">28</books_count>
  <desc_user_id type="integer" nil="true"></desc_user_id>
  <id type="integer">2382472</id>
  <media_type>book</media_type>
  <original_language_id type="integer" nil="true"></original_language_id>
  <original_publication_day type="integer" nil="true"></original_publication_day>
  <original_publication_month type="integer" nil="true"></original_publication_month>
  <original_publication_year type="integer">1837</original_publication_year>
  <original_title>Woyzeck</original_title>
  <rating_dist>total:274|5:70|4:75|3:72|2:36|1:21|</rating_dist>
  <ratings_count type="integer">274</ratings_count>
  <ratings_sum type="integer">959</ratings_sum>
  <reviews_count type="integer">357</reviews_count>
  <text_reviews_count type="integer">14</text_reviews_count>
</work>

  <average_rating><![CDATA[3.50]]></average_rating>
  <ratings_count><![CDATA[26]]></ratings_count>
  <text_reviews_count><![CDATA[0]]></text_reviews_count>
  
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/book/show/1031437.Woyzeck]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/book/show/1031437.Woyzeck]]></link>
  <authors>
    <author>
    <id>94147</id>
        <name><![CDATA[Georg Büchner]]></name>
    <image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/authors/1210953315p5/94147.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/authors/1210953315p2/94147.jpg]]></small_image_url>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/author/show/94147.Georg_B_chner]]></link>
    <average_rating>3.64</average_rating>
    <ratings_count>565</ratings_count>
    <text_reviews_count>39</text_reviews_count>
  </author>
  </authors>
    <reviews start="1" end="20" total="357">
      <review>
  <id>70570567</id>
    <user>
    <id>2706223</id>
    <name><![CDATA[Christina]]></name>
    <location><![CDATA[Basel, 25, Switzerland]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/2706223-christina]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://www.goodreads.com/images/nophoto-F-111x148.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://www.goodreads.com/images/nophoto-F-50x66.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.46</average_rating>
  <ratings_count>183</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>2</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at></read_at>
  <date_added>Wed Sep 09 02:25:21 -0700 2009</date_added>
  <date_updated>Wed Sep 09 02:36:21 -0700 2009</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[i was itching to give this book just one star, but i think part of my reason for that would have been the teacher who made us read it, i tried to imagine what i would have thought of it if i had read it of my own free will. so i decided the &quot;it was ok&quot; star is better.<br/>like i said, we ...<a href="http://www.goodreads.com/review/show/70570567">more...</a>]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/70570567]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/70570567]]></link>
</review>
      <review>
  <id>65850277</id>
    <user>
    <id>1040878</id>
    <name><![CDATA[Joje]]></name>
    <location><![CDATA[France]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/1040878-joje]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1216849882p3/1040878.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1216849882p2/1040878.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>5</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at>Sat Jan 01 00:00:00 -0800 1966</read_at>
  <date_added>Sun Aug 02 05:33:40 -0700 2009</date_added>
  <date_updated>Sun Aug 02 05:35:35 -0700 2009</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[A constant in my life since I read it my first year of college. I saw it once in Vienna and again in Paris with an IB class. I wish I'd been able to see Tom Waits's version. ]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/65850277]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/65850277]]></link>
</review>
      <review>
  <id>80426323</id>
    <user>
    <id>3023028</id>
    <name><![CDATA[Bernd]]></name>
    <location><![CDATA[Bietigheim, 01, Germany]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/3023028-bernd]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1260379064p3/3023028.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1260379064p2/3023028.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>3</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at>Tue Jan 01 00:00:00 -0800 1980</read_at>
  <date_added>Wed Dec 09 11:20:15 -0800 2009</date_added>
  <date_updated>Wed Dec 09 11:21:37 -0800 2009</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[A classic. Worth reading if one is interested in Büchner's time and political engagement. In former times certainly a provocative book, literarily excellent.]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/80426323]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/80426323]]></link>
</review>
      <review>
  <id>61103594</id>
    <user>
    <id>2456272</id>
    <name><![CDATA[R.a.]]></name>
    <location><![CDATA[The United States]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/2456272-r-a]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1259890196p3/2456272.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1259890196p2/2456272.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>4</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at></read_at>
  <date_added>Thu Jun 25 14:35:36 -0700 2009</date_added>
  <date_updated>Thu Jun 25 14:36:48 -0700 2009</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[I love this piece as it becomes a dramaturg's / director's ideal in where to start, what to choose, translations, playwright's intentions, etc.<br/>]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/61103594]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/61103594]]></link>
</review>
      <review>
  <id>48387446</id>
    <user>
    <id>970919</id>
    <name><![CDATA[Charlie]]></name>
    <location><![CDATA[Brooklyn, NY]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/970919-charlie]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1236313232p3/970919.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1236313232p2/970919.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>5</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at>Wed Apr 04 00:00:00 -0700 2001</read_at>
  <date_added>Thu Mar 05 21:06:37 -0800 2009</date_added>
  <date_updated>Thu Mar 05 21:07:42 -0800 2009</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[This fragment is a reason to read German literature.  Reamrkably fresh and prescient, even after 2 centuries.]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/48387446]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/48387446]]></link>
</review>
      <review>
  <id>11390624</id>
    <user>
    <id>372301</id>
    <name><![CDATA[Shasta]]></name>
    <location><![CDATA[Lihue, HI]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/372301-shasta]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1258430642p3/372301.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1258430642p2/372301.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>4</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[everyone who loved crime and punishment]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at>Tue Jan 01 00:00:00 -0800 2002</read_at>
  <date_added>Tue Jan 01 12:26:18 -0800 2008</date_added>
  <date_updated>Thu Jan 10 13:02:42 -0800 2008</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[Could there be a play more moving than Woyzeck, especially as performed at BAM? Still, to this day, blows my mind and wish I could re-see. The story, for me, had a camus, woolf-like effect one me. Made me question the morals I put on society and, obviously, felt like Woyzeck, identified with him. ]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/11390624]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/11390624]]></link>
</review>
      <review>
  <id>58274079</id>
    <user>
    <id>2059986</id>
    <name><![CDATA[Bittermilch]]></name>
    <location><![CDATA[Regensburg, 02, Germany]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/2059986-bittermilch]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1235324501p3/2059986.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1235324501p2/2059986.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>3</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at></read_at>
  <date_added>Wed Jun 03 06:23:43 -0700 2009</date_added>
  <date_updated>Fri Jul 10 09:47:42 -0700 2009</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[finde gestörte leute einfach sooo süß. ]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/58274079]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/58274079]]></link>
</review>
      <review>
  <id>30211746</id>
    <user>
    <id>1428891</id>
    <name><![CDATA[S]]></name>
    <location><![CDATA[Germany]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/1428891-s]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://www.goodreads.com/images/nophoto-F-111x148.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://www.goodreads.com/images/nophoto-F-50x66.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>5</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at>Wed Jan 01 00:00:00 -0800 2003</read_at>
  <date_added>Fri Aug 15 06:30:30 -0700 2008</date_added>
  <date_updated>Fri Aug 15 06:40:39 -0700 2008</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[Woyzeck as a victim of society. If you loved this book as much as I did, Werner Herzog's film adaptation starring Klaus Kinski is a must see.]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/30211746]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/30211746]]></link>
</review>
      <review>
  <id>325985</id>
    <user>
    <id>18657</id>
    <name><![CDATA[Rolls]]></name>
    <location><![CDATA[Brooklyn, NY]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/18657-rolls]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1226353019p3/18657.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1226353019p2/18657.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">162318</id>
  <isbn>1904505023</isbn>
  <isbn13>9781904505020</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">2</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1172301379m/162318.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1172301379s/162318.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/162318.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.60</average_rating>
  <ratings_count>10</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[###############################################################################################################################################################################################################################################################]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>5</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at></read_at>
  <date_added>Mon Mar 19 13:45:00 -0700 2007</date_added>
  <date_updated>Mon Mar 19 13:46:22 -0700 2007</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[This play was so way ahead of it's time as to be downright spooky. A tragedy as reflected in a fun house mirror.]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/325985]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/325985]]></link>
</review>
      <review>
  <id>22996937</id>
    <user>
    <id>1187959</id>
    <name><![CDATA[Patrick]]></name>
    <location><![CDATA[Plano, TX]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/1187959-patrick-o-neil]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1211836747p3/1187959.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1211836747p2/1187959.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>0</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
            <shelf name="to-read" />
      </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at></read_at>
  <date_added>Mon May 26 14:43:42 -0700 2008</date_added>
  <date_updated>Mon May 26 14:45:15 -0700 2008</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[I have read this one before, but this will be a re-read.  Review to follow sometime this summer]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/22996937]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/22996937]]></link>
</review>
      <review>
  <id>16229548</id>
    <user>
    <id>138990</id>
    <name><![CDATA[Anika]]></name>
    <location><![CDATA[Germany]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/138990-anika]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1261660202p3/138990.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1261660202p2/138990.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">162318</id>
  <isbn>1904505023</isbn>
  <isbn13>9781904505020</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">2</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1172301379m/162318.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1172301379s/162318.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/162318.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[###############################################################################################################################################################################################################################################################]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>1</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at></read_at>
  <date_added>Sun Feb 24 03:48:17 -0800 2008</date_added>
  <date_updated>Sun Feb 24 03:48:55 -0800 2008</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[I can't find the right words to express how much I hate this book. It just bored me to death...]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/16229548]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/16229548]]></link>
</review>
      <review>
  <id>34519354</id>
    <user>
    <id>1579281</id>
    <name><![CDATA[Youdid]]></name>
    <location><![CDATA[Germany]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/1579281-youdid]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://www.goodreads.com/images/nophoto-U-111x148.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://www.goodreads.com/images/nophoto-U-50x66.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>2</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at></read_at>
  <date_added>Sat Oct 04 13:00:12 -0700 2008</date_added>
  <date_updated>Sat Oct 04 13:03:14 -0700 2008</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[Fragmentarisch erhaltenes, teilweise verwirrend skurriles aber gesellschaftskritisches Drama]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/34519354]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/34519354]]></link>
</review>
      <review>
  <id>24421322</id>
    <user>
    <id>1237108</id>
    <name><![CDATA[Liz]]></name>
    <location><![CDATA[The United States]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/1237108-liz-goodson]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://www.goodreads.com/images/nophoto-F-111x148.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://www.goodreads.com/images/nophoto-F-50x66.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>4</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at></read_at>
  <date_added>Fri Jun 13 11:22:03 -0700 2008</date_added>
  <date_updated>Fri Jun 13 11:24:11 -0700 2008</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[I love this play.  So many theatrical possibilities for a man who's spiraling into madness.]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/24421322]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/24421322]]></link>
</review>
      <review>
  <id>31069013</id>
    <user>
    <id>1457069</id>
    <name><![CDATA[Legwarmer]]></name>
    <location><![CDATA[Germany]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/1457069-legwarmer]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1219603656p3/1457069.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1219603656p2/1457069.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>1</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at>Mon Jan 01 00:00:00 -0800 2007</read_at>
  <date_added>Sun Aug 24 12:21:47 -0700 2008</date_added>
  <date_updated>Sun Aug 24 12:22:06 -0700 2008</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[URGH!<br/><br/>NO WORDS...]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/31069013]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/31069013]]></link>
</review>
      <review>
  <id>81930879</id>
    <user>
    <id>3071074</id>
    <name><![CDATA[Xforfox]]></name>
    <location><![CDATA[London, The United Kingdom]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/3071074-xforfox]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1261657108p3/3071074.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1261657108p2/3071074.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>5</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at></read_at>
  <date_added>Thu Dec 24 03:29:14 -0800 2009</date_added>
  <date_updated>Thu Dec 24 03:29:14 -0800 2009</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/81930879]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/81930879]]></link>
</review>
      <review>
  <id>81646797</id>
    <user>
    <id>1282332</id>
    <name><![CDATA[Kassia]]></name>
    <location><![CDATA[Beaufort, NC]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/1282332-kassia]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1214767930p3/1282332.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1214767930p2/1282332.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>0</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
            <shelf name="to-read" />
      </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at></read_at>
  <date_added>Mon Dec 21 07:23:52 -0800 2009</date_added>
  <date_updated>Mon Dec 21 07:23:52 -0800 2009</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/81646797]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/81646797]]></link>
</review>
      <review>
  <id>81448838</id>
    <user>
    <id>2476501</id>
    <name><![CDATA[Caryn]]></name>
    <location><![CDATA[Waukegan, IL]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/2476501-caryn]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1246420073p3/2476501.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1246420073p2/2476501.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>4</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at></read_at>
  <date_added>Fri Dec 18 19:47:58 -0800 2009</date_added>
  <date_updated>Fri Dec 18 19:47:58 -0800 2009</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/81448838]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/81448838]]></link>
</review>
      <review>
  <id>81418498</id>
    <user>
    <id>3053121</id>
    <name><![CDATA[Eizbaer]]></name>
    <location><![CDATA[Wuerzburg, 97072, Germany]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/3053121-eizbaer]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://www.goodreads.com/images/nophoto-M-111x148.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://www.goodreads.com/images/nophoto-M-50x66.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>1</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at></read_at>
  <date_added>Fri Dec 18 13:12:47 -0800 2009</date_added>
  <date_updated>Fri Dec 18 13:13:08 -0800 2009</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/81418498]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/81418498]]></link>
</review>
      <review>
  <id>81410534</id>
    <user>
    <id>323002</id>
    <name><![CDATA[unnarrator]]></name>
    <location><![CDATA[The United States]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/323002-unnarrator]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1214653984p3/323002.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://photo.goodreads.com/users/1214653984p2/323002.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>0</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
            <shelf name="to-read" />
      </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at></read_at>
  <date_added>Fri Dec 18 11:46:01 -0800 2009</date_added>
  <date_updated>Fri Dec 18 11:46:01 -0800 2009</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/81410534]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/81410534]]></link>
</review>
      <review>
  <id>81374222</id>
    <user>
    <id>3053666</id>
    <name><![CDATA[salomonn]]></name>
    <location><![CDATA[Erlangen, Germany]]></location>
    <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/user/show/3053666-salomonn]]></link>
    <image_url><![CDATA[http://www.goodreads.com/images/nophoto-U-111x148.jpg]]></image_url>
    <small_image_url><![CDATA[http://www.goodreads.com/images/nophoto-U-50x66.jpg]]></small_image_url>
  </user>
    <book>
  <id type="integer">571938</id>
  <isbn>3150180074</isbn>
  <isbn13>9783150180075</isbn13>
  <text_reviews_count type="integer">12</text_reviews_count>
  <title>
    <![CDATA[Woyzeck]]>
  </title>
  <image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999m/571938.jpg</image_url>
  <small_image_url>http://photo.goodreads.com/books/1175892999s/571938.jpg</small_image_url>
  <link>http://www.goodreads.com/book/show/571938.Woyzeck</link>
  <average_rating>3.50</average_rating>
  <ratings_count>274</ratings_count>
  <description>
    <![CDATA[ Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama <em>Woyzeck</em> nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.<p>  Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert (&quot;Moral ist, wenn man moralisch ist&quot;), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für &quot;ein paar Groschen täglich&quot; als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.<p>  Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges &quot;Halsband&quot; über die Kehle.   Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners <em>Dantons Tod</em> ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie <em>Leonce und Lena</em> mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.<p>  &quot;Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt&quot;, bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, &quot;man schneidet sich an ihm&quot;. An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. <em>--Thomas Köster</em></p></p></p>]]>
  </description>
  <published>1837</published>
</book>

    <rating>0</rating>
  <votes>0</votes>
  <spoiler_flag>false</spoiler_flag>
  <shelves>
        <shelf name="read" />
          </shelves>
  <recommended_for><![CDATA[]]></recommended_for>
  <recommended_by><![CDATA[]]></recommended_by>
  <read_at></read_at>
  <date_added>Fri Dec 18 03:15:15 -0800 2009</date_added>
  <date_updated>Fri Dec 18 03:15:17 -0800 2009</date_updated>
  <read_count></read_count>
    <body><![CDATA[]]></body>
    
  <url><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/81374222]]></url>
  <link><![CDATA[http://www.goodreads.com/review/show/81374222]]></link>
</review>
    </reviews>
  <popular_shelves>
          <shelf name="to-read" />
          <shelf name="plays" />
          <shelf name="classics" />
          <shelf name="drama" />
          <shelf name="german" />
          <shelf name="theater" />
          <shelf name="school" />
          <shelf name="literature" />
          <shelf name="theatre" />
          <shelf name="read-in-german" />
      </popular_shelves>
  <book_links>
    <book_link>
  <id>8</id>
  <name><![CDATA[WorldCat]]></name>
  <link>http://www.goodreads.com/book_link/follow/8?book_id=1031437</link>
</book_link>
  </book_links>
</book>
</GoodreadsResponse>