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    <![CDATA[Sierra, Bd.93, Der weiße Wolf]]>
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    <![CDATA[Die rechte Hand des Schlafes]]>
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    <![CDATA[ Oskar Voxlauer entkommt der Geschichte nicht: Bereits als Jugendlicher erlebte er die Gräuel des Ersten Weltkriegs, floh als Deserteur von der Isonzofront bis in die Ukraine, wo er kurzes Glück erfuhr, bis sich seine Geliebte in einer Sowchose zu Tode arbeitete. Seine Flucht vor der Vergangenheit führt ihn nun dorthin zurück, wo alles begann: in seine Kärntner Heimatstadt Niessen. Der befreundete Wirtshausbesitzer Pauli Ryslavy verschafft ihm Arbeit als Wildhüter und Unterkunft in einer kleinen, abgeschiedenen Hütte. Einem zurückgezogenen Leben inmitten malerischer Naturlandschaft steht scheinbar nichts im Wege. Doch es ist das Jahr 1938. Schon bald wehen auch in Niessen die Hakenkreuzfahnen.<p>  Ryslavy ist Jude und immer offener zu Tage tretenden Anfeindungen ausgesetzt. Allein Voxlauer hält zu ihm, macht auch sonst aus seinem Abscheu vor den neuen Machthabern kein Hehl und gerät so zusehends mit ihnen in Konflikt. Das Ansehen, das seine Familie in der Stadt genießt, scheint sein einziger Schutz zu sein. Noch heikler wird die Situation durch seine Liebesbeziehung zu Else, der Cousine des lokalen SS-Führers Kurt Bauer. Die emotionalen Verstrickungen führen letztendlich zu einem mörderischen Eklat.<p>  Der junge Austroamerikaner John Wray wagt sich mit seinem Debütroman an eines der dunkelsten Kapitel der österreichischen Geschichte. Er wirft die Frage auf, warum sich damals so viele Menschen mit der Naziherrschaft arrangierten -- und einige wenige nicht. Die in dritter Person gehaltene Erzählung ist von persönlichen Erinnerungen Voxlauers und Bauers durchsetzt, wodurch ein direkter Charaktervergleich nahe gelegt wird. Wray gelingt es, Topografie und Einwohner einer Kärntner Kleinstadt lebendig zu schildern. Das mag sich der Herkunft seiner Mutter, einer gebürtigen Friesacherin, verdanken.<p>  Geschickt verbindet Wray Fiktion und Fakten, um anhand dramatischer Einzelschicksale ein psychologisch stimmiges Bild der NS-Zeit zu zeichnen, nahezu plausibel selbst dort, wo seine Erzählung der historischen Überlieferung widerspricht: Weitgehend erfunden sind etwa die Details des nationalsozialistischen Putschversuchs, der Kanzler Dollfuß im Juli 1934 das Leben kostete. Es geht Wray wohl weniger um Geschichtstreue als um eine literarische Studie menschlichen Verhaltens in politischen Extremsituationen. Das Ergebnis ist ein packend erzählter Roman von zeitloser Aktualität. Denn immer setzt sich der Strom nur aus denen zusammen, die -- sei es aus Überzeugung oder aus Gleichgültigkeit -- mit ihm schwimmen. <em>--Mathis Zojer</em></p></p></p>]]>
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    <![CDATA[Die rechte Hand des Schlafes. Ein grandioser Roman]]>
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